Donnerstag, 16. August 2018
Es ist viel passiert
Ich fasse mal zusammen. O. hat sich vor vielen Wochen auf den Weg zum Jugendamt gemacht. Sie wollte nicht länger bei Mutter bleiben. Das Jugendamt hat sie in Obhut genommen und zu mir gegeben. Soweit so gut. War ne schöne Zeit.

Abgesehen von Details: Die Mutter hat mich (rückwirkend) wegen Stalking angezeigt – ich tauche immer wieder bei ihrem Haus auf. Also immer dann, wenn ich O. (wie von der Mutter gerichtlich durchgesetzt) dort abgebe oder abhole. Da sie aber die zuständig Polizistin mit ihren Geschichten besoffen geschmust hat und diese mir nun den Kopf waschen will, werde ich da keine weitere Zeit investieren und einfach abwarten.

Außerdem hat die Mutter einen ‚Zwischenfall‘ auf einem Parkplatz provoziert. Sie hat mich angerempelt und geschubst, dann laut nach Hilfe gerufen und im Anschluss wegen angeblicher Körperverletzung angezeigt. O. war im Auto und hat gesehen was passiert ist und wer aggressiv war. Zitat: „Warum ist das meine Mama?“ Aber – wer hier schon ab und zu gelesen hat weiß es schon – O.s Aussage wird vom Jugendamt etc. einfach ignoriert. Bearbeitet wird es von der gleichen Polizistin …

O. war also vier Wochen komplett bei uns. Danach wurde vom Gericht ein Wechselmodell angeordnet (eine Woche hier, eine Woche dort) und inzwischen nochmal verlängert. Dabei hat der Richter die Wochen getauscht, so das langfristig geplante Termine nun wieder diskutiert werden dürfen … z.B. meine Hochzeit und die Teilnahme meiner Tochter daran …

Es bleibt also spannend und wir kommen nicht zur Ruhe. O. will inzwischen komplett zu uns – was aber das Gericht vermutlich erst akzeptiert, wenn O. von der Mutter mit blauen Flecken kommt.



Mittwoch, 7. März 2018
Warum kann die Helferindustrie nicht helfen?
Oder will sie nicht?
Diese Fragen stelle ich mir von Anfang an. Die Fakten liegen auf dem Tisch, es gibt Studien, Ratgeben, Beispiele aus dem nächsten Umfeld etc. - aber er wird immer weiter in die Katastrophe hinein gehandelt. Naheliegende Lösungen werden ausgeschlagen, Zeit mit Diskussionen von sinnlosen Themen verschwendet.

Nach der Lektüre von "Das Kind In Dir Muss Heimat Finden" verstehe ich es nun.

Nur leider hilft es nicht weiter. Aber es erklärt das anhaltend irrationale Verhalten der (vielen) Damen und (wenigen) Herren.
Ich kann das Buch jedem nur empfehlen, auch wenn der Titel etwas eigenartig anmutet.



Montag, 5. März 2018
Polizeieinsatz im Indoor-Spielplatz
Am Freitag ist O. gegen den Willen ihrer Mutter zum Geburtstag ihrer Schwester gegangen. Die Mutter hat O. als vermisst gemeldet.
Die Polizei (inklusive Suchhunde) kam darauf hin zum Indoor-Spielplatz, wo die Feier statt fand. Das die Mutter der Polizei diesen Ort mitteilen konnte, wunderte scheinbar niemanden.

Nach kurzem Gespräch nimmt die Polizei den Vorschlag an, das O. nach der Feier heimgebracht wird. Die Mutter stürmt wutentbrannt raus. Die Polizei geht.

Die Polizei kommt wieder. Die Mutter hat offensichtlich die Chefin der Polizisten angerufen. Diese gibt Anweisung O. mitzunehmen. Wir diskutieren etwas mit den Polizisten. Diese wollen jetzt auch mit O. reden. O. erklärt nicht mit zu wollen. Der Polizist meint sie müsse aber zur Mutter. O. verneint. Wir erklären den Polizisten, dass diese keine Gewalt anwenden dürfen. Das erklären die dann ihrer Chefin und so bleibt O. bis zum Ende der Feier.

So ein Kindergarten. Warum muss man der Polizei ihren Job erklären? Und warum machen die dass überhaupt noch mit? Sie haben nichtmal versucht mich anzurufen, um den Sachverhalt ohne Hundestaffe etc. zu klären ...

Die Polizei war zeitgleich auch bei uns zu Hause - Zitat einer Polizisten bei der Besichtigung der Wohnung: 'hier würde ich auch Kind sein wollen'.