Ferien
O. war in den Winterferien bei uns.

Doch zuerst zur Übergabe. Ich hatte der Mutter ja schon mehrfach mitgeteilt, dass wir die zu kleinen, kaputten etc. Sachen nicht benötigen und ich daher den Koffer nicht mehr mitnehmen werden. Bei den beiden letzten beiden Übergaben habe ich den Koffer doch nochmal mitgenommen, um vor O. keine Szene zu machen.
Der Mutter war dies egal. So habe ich diesmal den Koffer trotz O.s Anwesenheit dagelassen.
Der Mutter war es außerdem wichtiger mehrfach darauf hinzuweisen, wann ich O. zurück bringen muss. Nicht das ich das jemals in Frage gestellt hätte. Also ich halte es für sinnlos (siehe "Verschwendung"), aber ich halte mich an die Vereinbarung.

Wir sind weggefahren. So richtig Winterurlaub mit Skifahren und Rodeln für die Kinder.
Beide Mädels sind in die Skischule - E. aber nur einen Tag. Es war ihr einfach zu kalt.
O. war mit viel Spass und Ehrgeiz dabei und wollte die Ski am Ende gar nicht wieder abgeben.

Es war wiedermal sehr deutlich, um so länger O. bei uns ist, um so ruhiger und entspannter wird sie.
Und am Ende schwenkt es um, am letzten Tag, wenn die "Übergabe" bereits im Raum steht. Und diesmal war es besonders traurig. Am letzten Morgen lief J. ins Zimmer von den Mädels und hat O. mit einem Küsschen begrüßt. Etwas was er vorher noch nie gemacht hatte bei O. gemacht hatte. In diesem Moment konnte ich sehen, wie O. merkte was sie bei uns hat - und was ihr bei ihrerer Mutter fehlt. Von dem Moment an spielte sie wieder verrückt und hat wenigen Kleinigkeiten gebockt und versucht alles zu verzögern.
Ein Verhalten was sie nie zeigt, wenn ich sie Montag in die Schule bringe.

Auf dem Weg zur Mutter musste ich die Geschwister mitnehmen - meine Schwiegermutter hat Lungenentzündung und meine Partnerin musste zu ihrer Großmutter, da diese alleine wohnt und auf Anrufe etc. nicht regiert hatte. Vor unserem Urlaub hatte sie einen Zusammenbruch und inzwischen ist sie im Krankhaus. Alles Dinge die passieren können - die aber durch das Rumgezicke von O.s Mutter nicht gerade einfacher zu lösen sind.

Auf der Fahrt zur Mutter hat sich O. gewünscht wieder mit uns Fasching zu feiern - immerhin haben wir Titel zu verteidigen - vor zwei Jahren hat O. das beste Kostüm und letztes Jahr E.. Leider ist die Feier an einem Mamawochenende und ich habe O. erklären müssen, dass ihre Mutter eine Teilnahme bei uns wahrscheinlich nicht zuläßt, aber O. bestimmt auch in der Schule oder so schön feiern kann.
E. Geburtstag steht auch an - an einem Mamawochenende. Hier hat O. klar gemacht, dass sie auf jeden Fall kommen will. Wir haben eine Einladung mitgegeben. Mal sehen ob sie sich gegen ihre Mutter durchstetzen kann - bzw. was die Mutter dieses Jahr auffährt, um es zu verhindern.

Bei der Ankunft gab es noch eine interessante Szene. Ich verabschiede mich immer schon von O. bevor die Mutter auftaucht, damit es O. nicht unnötig schwer gemacht wird. Als die Mutter dann kam und O. umarmen wollte, hat diese sich demonstrativ weggedreht und mich noch einmal umarmt und sich nocheinmal verabschiedet.